Abseits vom Trubel laden die ruhigen Ecken auf der Donauinsel zu einer Entdeckungsreise in die Natur ein. Der klassische Ausflug ins grüne Wien.
Inhalt
Ausflugstipp Donauinsel für Genießer und Naturliebhaber
Quaken und watscheln. Pfeifen und Zwitschern. Flattern und Knacken.
Wer seine Kopfhörer abnimmt, sich einfach ins Gras legt, seine Augen für einen Moment schließt und seine Ohren ein bisschen in den Wind spitzt, erlebt auf der Donauinsel ein spannendes Lauschkonzert. Nach ein paar Minuten verstummen die eigenen Gedanken. Es ist Platz für die kleinen Wunder der Natur.
Es ist immer wieder überraschend wie vielfältig und unterschiedlich die Geräusche der Tiere sind. Auch wenn sie manchmal gar nicht zu sehen sind. Erst als es ganz ruhig ist, kein Radfahrer den Weg entlang prescht und kein Fischer in der Nähe die Angel auswirft, teilt sich das Schilf. Eine Ente stolziert heraus. Ermutigt von ihrem großen Vorbild traut sich der Nachwuchs auf die Wiese – und stapft mit der Entenmutter in ein neues Abenteuer.
Naturparadies für Entdecker
Das ist die andere Seite der Donauinsel. Fernab des Lärms der Freizeitindustrie. Hier sind jene Gebiete, die der Natur gehören. Auwald-Relikte, in denen sich seltene Tiere und Pflanzen zurückziehen können. Vor einigen hundert Jahren sah die Gegend rund um die Donauinsel nämlich noch ganz anders aus. Da floss nichts in geregelten Bahnen.
Die Donau war eine Wildnis, die sich kilometerbreit über das Land ausdehnte. Die Menschen fürchteten den Fluss. Hochwasser, Überschwemmungen und Eisstöße richteten schwere Schäden an. Deshalb begannen sie den Fluss zu regulieren.
Wie die Donauinsel entstand
Die Donauinsel ist aus dem Aushubmaterial der Neuen Donau entstanden, die als Hochwasserschutz dient. 1972 wurde mit dem Bau begonnen, dieser dauerte 16 Jahre. Jetzt trennt die Donauinsel den großen Donau-Strom von der Neuen Donau. Sie ist 21 Kilometer lang sowie bis zu 250 Meter breit.
Von der ursprünglich zusammenhängenden Flusslandschaft mit ihrer unglaublichen Artenvielfalt ist heute allerdings nur noch ein kleiner Teil erhalten geblieben. Deshalb wurde die Insel zum Naturschutzgebiet ernannt.
Es wurden viele kleine ökologische Nischen angelegt. Durch Biotope und renaturierte Ufer konnte wieder neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen werden. Damit es auch in Zukunft ordentlich raschelt, knistert, fiept und zirpt.
Weitere Tipps rund um die Donau
Was du rund um die Donau noch alles erleben kannst, verrate ich dir in den folgenden Beiträgen:
Nationalpark Donau-Auen: Dschungel-Abenteuer in Österreich
Sommer in Wien: Baden und Radeln entland der alten Donau
Radtour durch den Nationalpark Donau Auen ins Schloss Orth
Ausflüge in und rund um Bratislava
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